„Die Demokratie ist die schlechteste Regierungsform, abgesehen von allen anderen.“ – Winston S. Churchill
Demokratie ist nicht perfekt – aber sie ist unsere Möglichkeit, gemeinsam zu gestalten. Beim PalaverPlatz am 30. November 2025 wollen wir genau darüber ins Gespräch kommen:
Was schätzen wir an unserer Demokratie?
Wo drückt der Schuh?
Und welche Ideen können wir einbringen, um sie lebendiger zu machen?
Deutschland gilt als funktionierende Demokratie, dennoch kritisieren viele Bürger*innen die schwerfälligen Prozesse, mangelnde Transparenz und den geringen Einfluss auf politische Entscheidungen. Andere fühlen sich in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt oder wünschen sich mehr direkte Mitbestimmung.
Unser Format: Keine Vorträge – dafür offene Diskussion:
Jede*r nennt, was an der Demokratie gut läuft.
Jede*r teilt Punkte, die verbessert werden könnten.
Jede*r bringt eigene Ideen für eine lebendigere Demokratie ein.
Ziel: Jede Stimme zählt. Perspektiven werden sichtbar. Lösungen können gemeinsam gedacht werden.
Bringt eure Fragen, Ideen und Perspektiven mit – lasst uns Demokratie gemeinsam erleben und weiterentwickeln!
Offene Runde vor der Bezirksratssitzung zu den aktuellen Themen
Für Fragen und Betroffenheiten, für Austausch und Diskussion zu aktuellen Themen im Quartier treffen wir uns 1 Stunde vor der Sitzung des Stadtbezirksrats Südstadt-Bult erneut zum BezirksPalaver: Wir immer keine Vorträge, keine Voraktivitäten, sondern ein offener Raum, um eure Anliegen aufzunehmen – und mit euch möglicherweise Fragen zur Bürgerfragestunde zu sammeln.
Sollte die Zeit für den Gesprächsbedarf nicht ausreichen, biete ich wie immer an, mal einen längeren PalaverPlatz zum Thema – z.B. in der Stadtbibliothek – zu veranstalten. Schreibt mir dazu gerne einen Kommentar oder eine E-Mail.
Ich freue mich auf einen interessanten Abend!
treffen wir uns, um über die Themen der Sitzung zu sprechen. Anschließend gehen wir zur Sitzung um 18:30 Uhr im Veranstaltungszentrum BÖ8, Böhmerstraße 8b.
Fragen zur Verkehrssicherheit und Fahrradinfrastruktur
Kulturelle Entwicklungen im Stadtteil – etwa das Kultur- und Bildungszentrum blu:boks Hannover und die Idee der Umbenennung der Kinder- und Jugendbibliothek in „Otto-Stender-Bibliothek“.
Wie immer gilt: Wir schaffen im Palaver keine fertigen Positionen, sondern sammeln Eindrücke, Aspekte und mögliche Fragen für die Bürgerfragestunde.
Ein Thema, das immer noch viele bewegt, ist die Frage nach der Zukunft der Kinder- und Jugendbibliothek Südstadt, deren Fortbestand noch immer auf dem Prüfstand steht.
2024 war im Bibliotheksentwicklungsplan der Stadt Hannover die Schließung der Kinder- und Jugendbibliothek in der Südstadt vorgesehen, u.a. durch Kündigung des Mietvertrages mit dem Grundstückseigentümer bis Ende 2025. Nach umfangreichen Protesten der Bürgerinnen und Bürger wurde die Schließung abgewendet und ein Beteiligungsprozess zur Fortentwicklung der Kinder- und Jugendbibliothek gestartet.
Wir fragen daher die Verwaltung:
Wann verlängert die Verwaltung den 2025 auslaufenden Mietvertrag mit der Eigentümerschaft, und wann wird dem Bezirksrat diese Drucksache vorgelegt?
Wann werden die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses im Bezirksrat Südstadt-Bult
vorgestellt?
2024 war im Bibliotheksentwicklungsplan der Stadt Hannover die Schließung der Kinder- und Jugendbibliothek in der Südstadt vorgesehen, u.a. durch Kündigung des Mietvertrages mit dem Grundstückseigentümer bis Ende 2025. Nach umfangreichen Protesten der Bürgerinnen und Bürger wurde die Schließung abgewendet und ein Beteiligungsprozess zur Fortentwicklung der Kinder- und Jugendbibliothek gestartet.
Auch wir sind gespannt, was wir hier erfahren werden.
Gespräch über die Verpackungssteuer als wirksames Mittel gegen Einwegmüll
Mittwochabend, am 12. November 2025, in der Zentralbibliothek: Eine kleine Gruppe Interessierter kommt beim PalaverPlatz zusammen, um sich die Frage zu stellen, ob eine Verpackungssteuer nach Tübinger Modell in Hannover helfen könnte, den Verpackungsmüll bei Einweg-Essensverpackungen zu verringern, ohne zugleich Kosten und übermäßige Bürokratie für Verwaltung und Gastronomie zu verursachen.
Nachdem Umweltaktivist Stefan Küsel uns über die Erfahrungen aus Tübingen und Konstanz informiert und über die Entscheidungen in Hannover zu dem Thema berichtet hat (siehe auch Quellen im Beitrag > Verpackungssteuer – Lösung oder Bürokratiemonster?), lernen wir verschiedene praktische und bereits im Einsatz befindliche Mehrweg-Verpackungen kennen, vom Pfand-Kaffeebecher bis zur ausgetüftelten Pizza-Box.
In dieser Gruppe ist man sich relativ einig darüber, dass eine Verpackungssteuer nicht nur Anreiz bietet, Mehrwegsysteme zu nutzen und damit auch die Mülltonnen leerer zu machen. Wir sehen auch das Potential, durch die mit der Steuer generierten Einnahmen einen Teil der Kosten für die Abfallbeseitigung zu erwirtschaften.
Schade ist am Ende lediglich, dass es für eine wirklich kontroverse Diskussion an Teilnehmenden mit einer kritischen Sicht auf diese Maßnahme mangelte, wie es sie bei den Verbänden Dehoga, IHK und Handwerkskammer, aber auch bei mehreren des Parteien im Stadtrat gibt.
Ideen für weitere Aktivitäten zu diesem Thema in anderen Gruppen unserer Netzwerke werden gerade gesammelt, kommentier gerne unter diesem Beitrag, wenn dir dazu etwas einfällt!
Seit Jahren füllen sich Hannovers Mülleimer mit Coffee-to-go-Bechern, Pommes-Schalen und anderem Einweggeschirr – während andere Städte das Problem mit einer Verpackungssteuer angehen.
In Tübingen hat das Modell Wirkung gezeigt: weniger Müll, mehr Mehrweg – und Einnahmen, die in die Müllentsorgung fließen.
In Hannover dagegen hat die Ratsmehrheit aus SPD, CDU und FDPdie geplante Steuer gestoppt: Zu bürokratisch, zu aufwändig, zu wenig Wirkung – so das Argument.
Umweltaktivist Stefan Küsel stellt die Idee der Verpackungssteuer vor, berichtet von dem Beispiel Tübingen und zeigt praktische Mehrwegsysteme, die Müll vermeiden helfen.
Gemeinsam wollen wir fragen:
Was spricht für oder gegen eine Verpackungssteuer?
Wie kann Mehrweg gestärkt werden?
Welche Alternativen gibt es?
Und was können wir selbst tun?
Bringt eure Ideen und Meinungen mit – oder einfach Neugier, wie Städte ihren Müllberg verkleinern können.
Der PalaverPlatz ist ein offenes Gesprächsformat zur Demokratie, zu Politik und Gesellschaft sowie zu Stadt- und Zukunftsthemen.