Unter dem Motto „Neue Wege eröffnen“ lädt die „Nuit des Idées“ am 26. September von 17 bis 22 Uhr ins Künstlerhaus Hannover ein.

Mit Filmen, Mitmachaktionen, einem Markt der Möglichkeiten und einer deutsch-französischen Diskussionsrunde bietet das Format einen Raum für Austausch und Begegnung rund um das Thema Demokratie.
Nuit des Idées

Aus meiner Sicht macht es wenig Sinn, sich innerhalb einer scheinbar „schwindenden“ demokratiefreundlichen Bubble darüber auszutauschen, wie schlimm doch alles ist, Feindbilder zu kultivieren und Menschen, die den rechtspopulistischen Demagogen folgen, zu stigmatisieren.

Wir müssen endlich das Gespräch auch mit denen wieder aufnehmen, die aus unserer Sicht „abgedriftet“ sind.

  • Das bedeutet, neugierig auf ihre Sicht zu sein, zuzuhören und abweichende Meinungen ohne Belehrung auszuhalten.
  • Aber auch: sich deutlich zu positionieren, wenn man inhaltlich anderer Meinung ist, und klar machen, dass das nichts mit Meinungsverbot zu tun hat.

Wir müssen anerkennen, dass es viele Menschen gibt, die sich noch nicht damit wohl fühlen, dass auch Deutschland ein Einwanderungsland ist.

  • Es reicht nicht, Multikulti zu idealisieren, wir brauchen ein gemeinsames Wir-Gefühl über ethnische, religiöse und weltanschauliche Grenzen hinweg.
  • Es braucht einen Austausch darüber, wie wir uns die zukünftige Welt in einer zunehmend diverser werdenden Gesellschaft vorstellen, damit sich alle darin wohl fühlen.

Wir müssen der wachsenden gefühlten Überforderung vieler Menschen in der Gesellschaft durch Krieg, Krisen, digitale und ökologische Transformation mit Verständnis und nicht mit Arroganz begegnen.

  • Die Ängste und Bedenken rund um den Krieg auch in Europa, und den Wunsch nach Diplomatie und Frieden haben ihre Berechtigung.
  • Digitalisierung und Transformation sind wichtig, aber kein Selbstzweck – und wir brauchen Raum für die Menschen, die damit nicht zurecht kommen.

Wir brauchen ein gemeinsames positives Bild unseres Landes, unseres Europas und der Welt, für das wir arbeiten wollen.

  • Echter Zusammenhalt braucht die Förderung menschlicher Begegnung, aber auch die Forderung nach Einhaltung demokratischer Werte und Menschenrechte – Gemeinschaft gibt es nicht umsonst.
  • Dazu gehört auch die für ein gutes Gefühl von Sicherheit benötigte staatliche Autorität und konsequente Gerichtsbarkeit.

Wir müssen erklären, warum wir in der Demokratie nicht das Problem, sondern die Lösung für die Herausforderungen sehen.

  • Werte wie Meinungsfreiheit sind auf allen Seiten zu bewahren, Kompromissbereitschaft darf aber nicht zu Handlungsunfähigkeit führen.
  • Demokratie muss immer wieder erarbeitet, weiterentwickelt und ergänzt werden, z.B. durch Bürger*innenräte als beratende Instanz der Politik.
  • Wir brauchen feste Orte und regelmäßige Zeiten, in denen Beteiligung zum dauerhaften Instrument der Demokratieförderung werden kann.

Ich würde gern an dieser Diskussion teilhaben, ihr dafür Raum geben, z.B. mit dem PalaverPlatz – gern auch mit anderen Mitstreitenden, die daran gleichberechtigt mitwirken.

Und ich würde als Mandatstragender gerne das, was dabei entsteht, in die repräsentative Demokratie – die Räte und Parlamente – hineintragen und die Enden teilweise abgerissener Kommunikation wieder verbinden.

Was wir schaffen können, weiß ich nicht. Aber Aufgeben ist keine Option.

Vielleicht möchtest du dabei sein oder kennst Menschen, die gerne mit mir darüber sprechen wollen – bei der Internationalen „Nacht der Ideen“?

Ich werde mit meinen Aktivitäten PalaverPlatz und EBN Europäische Bewegung Niedersachsen e.V. / #WeAreEurope (EuropaTreff.org) vor Ort sein und freue mich auf interessante Gespräche.